Mohammad ist 9 Jahre alt und lebt in Burj ish-Shimâli, einem palästinensischen Flüchtlingslager im Südlibanon. Er wohnt dort mit seinen Eltern und 3 Geschwistern in einem einfachen kleinen Haus, das aus zwei Räumen und einem Zinkdach besteht. Da Burj ish-Shimali jahrzehntelang ein bevorzugtes Ziel israelischer "Vergeltungsschläge" war, hat es sich für die Einwohner dieses Lagers nie gelohnt, solide Bauten zu errichten. Mohammads Vater ist an Krebs erkrankt und kann nichts zum Lebensunterhalt seiner Familie beitragen, sondern ist selbst auf Hilfe angewiesen.
Mohammads Familie flüchtete 1948 aus dem Dorf Loubia, das in Galiläa im jetzigen Staatsgebiet von Israel liegt. Da sich der Staat Israel bis heute weigert, die Verantwortung für die Vertreibungen und Enteignungen 1948 zu übernehmen, sind deren Opfer und Nachkommen immer noch auf Hilfe internationaler Organisationen und von Privatpersonen angewiesen. Die Familie Mohammads erhält Lebensmittelhilfen und medizinische Versorgung von der UNRWA (United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East). Mohammad besucht eine Schule, die von der UNRWA im Lager unterhalten und finanziert wird. Er ist stolz darauf, Klassenbester zu sein. Als Pateneltern tragen meine Frau und ich einen bescheidenen aber regelmäßigen Beitrag zu seinem Lebensunterhalt bei.
Patenschaften für palästinensische Flüchtlingskinder werden vermittelt vom Verein Flüchtlingskinder im Libanon e.V.
| Siehe auch: | |
| Die Geschichte eines palästinensischen Flüchtlings im Libanon | |
| Bilder von Menschen aus Bîr Zêt | |
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| Homepage der Semitistik Heidelberg | Letzte Änderung am 12.8.2002 durch Ulrich Seeger |